Heimspiel-Vorteil beim Schach?

Veröffentlicht von Uli Thiemonds am 13.11.2014

Gibt es beim Schach eventuell doch einen Heimspiel-Vorteil? Am vorletzten Sonntag (02.11.) waren unsere vier U20-Mannschaften im Einsatz. Während die beiden Mannschaften, die in Porz spielten, ihre Kämpfe mehr oder weniger deutlich gewinnen konnten, brachten die anderen beiden Mannschaften von ihren Auswärtsspielen leider keinen Mannschaftspunkt mit nach Hause. Wobei Statistiker jetzt wahrscheinlich zu Recht bemängeln dürften, dass eine Stichprobe von gerade einmal vier Werten nicht sehr aussagekräftig ist.

Unsere erste U20-Mannschaft trat in der zweiten Runde der Jugendbundesliga West bei den SF Dortmund-Brackel an. Aufgrund mehrerer 'Zeitnot-Patzer' verlor sie dort knapp aber letzten Endes wohl verdient mit 2,5:3,5. Ähnlich wie zwei Wochen zuvor bei der ersten Herren-Mannschaft endete auch hier eine lange Serie, denn die letzte Niederlage in dieser Klasse rührt aus der Saison 2011/2012 her. Genauer gesagt verlor man zuletzt am 13.05.2012; übrigens damals gegen genau den gleichen Gegner wie jetzt auch!?

Die zweite U20-Mannschaft empfing in der zweiten Runde der NRW-Jugendliga West die Mannschaft des OSC Rheinhausen. Diese hatte einen kurzfristigen Ausfall zu beklagen und konnte daher eines der sechs Bretter nicht besetzen. Durch die in dieser Klasse angewendete Drei-Punkte-Regel (die das Freilassen von Brettern durch Punktabzug bestraft) war der 4:2-Sieg sogar noch deutlicher, als es auf den ersten Blick aussieht.

Ebenfalls ein Heimspiel hatte unsere dritte U20-Mannschaft gegen die Vertretung der SF Esch. Zu unserem Glück wird die oben geschilderte Drei-Punkte-Regel in der SJM-Jugendliga nicht angewendet, so dass unser Team nicht für das leider kurzfristig zustande gekommene Freilassen eines Bretts 'bestraft' wurde. Die fünf anwesenden Spieler erledigten ihre Aufgaben mehr oder weniger souverän (nur an einem Brett hätte es zu einer verdienten Niederlage kommen können), so dass am Ende dieser zweiten Runde der zweite Sieg gefeiert werden konnte.
In der gleichen Klasse (und natürlich der gleichen Runde) fuhr unsere vierte U20-Mannschaft in die Kölner Innenstadt zum KKS (Klub Kölner Schachfreunde). Nach wechselvollem Verlauf gab es dort am Ende eine 2:4-Niederlage, wobei nach Aussagen mehrerer Beteiligter durchaus ein Unentschieden möglich gewesen wäre.

Zuletzt geändert am: 13.11.2014 um 21:38

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